Kontrastmittel bei MRT und CT
Bei bestimmten Untersuchungen in der Radiologie Mühleninsel setzen wir Kontrastmittel ein, um Strukturen im Körper besonders präzise sichtbar zu machen.
Auf dieser Seite erklären wir Ihnen, worauf dabei zu achten ist – verständlich und ohne unnötige Fachsprache.

Nierenfunktion und Kontrastmittel
Je nach Untersuchungsart kommen unterschiedliche Kontrastmittel zum Einsatz: Bei der Computertomographie (CT) verwenden wir jodhaltige Präparate, bei der Magnetresonanztomographie (MRT) gadoliniumbasierte Substanzen. Gadolinium gehört zu den seltenen Erden.
Beide Substanzen werden über die Nieren ausgeschieden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist daher eine Abwägung notwendig, ob ein Kontrastmittel gegeben werden kann.
Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, ist es bei einigen Untersuchungen notwendig, dass Sie zum Untersuchungstermin aktuelle Blutwerte mitbringen. Falls dies erforderlich ist, wird Ihnen bei der Terminvereinbarung mitgeteilt, welche Blutwerte benötigt werden (häufig Kreatinin und TSH).
Für die Blutentnahme wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt bzw. Hausarzt und bringen Sie die Ergebnisse zur Untersuchung mit in unsere Praxis.
Schilddrüse und jodhaltige Kontrastmittel
Vor jeder CT-Untersuchung mit jodhaltigen Kontrastmitteln benötigen wir den TSH-basal-Wert aus dem Labor. Diesen Wert kann Ihr Hausarzt bestimmen – er sollte zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht älter als drei Monate sein.
Ein erniedrigter TSH-Wert kann auf eine Schilddrüsenüberfunktion hinweisen. In diesem Fall wäre eine vorherige medikamentöse Blockierung der Schilddrüse erforderlich, bevor ein jodhaltiges Kontrastmittel verabreicht werden kann.
Hinweis: Die Normwerte für TSH basal können je nach Labor leicht variieren. Die geltenden Referenzwerte finden Sie direkt auf Ihrem Laborbefund.
Kontrastmittelunverträglichkeit – was tun?
Hatten Sie in der Vergangenheit eine leichte Reaktion auf Kontrastmittel, zum Beispiel vorübergehende Übelkeit oder einen leichten Hautausschlag, wird unter Berücksichtigung der Fragestellung abgewogen, ob eine Kontrastmittelgabe erforderlich ist. In solchen Fällen bereiten wir Sie mit einer Vormedikation (Prämedikation) gezielt auf die Untersuchung vor.
Bei einer bekannten, ausgeprägten Kontrastmittelallergie ist eine Gabe im ambulanten Bereich leider nicht möglich, weder für MRT- noch für CT-Kontrastmittel.
Bitte sprechen Sie uns vor Ihrem Termin an, damit wir gemeinsam die beste Lösung für Sie finden.
Risiken, Nebenwirkungen und was Sie vorbeugend tun können
Die meisten Patientinnen und Patienten vertragen Kontrastmittel gut. Nebenwirkungen sind möglich, schwere Reaktionen sind aber selten.
Häufige, meist harmlose Reaktionen
Direkt nach der Gabe können ein kurzes Wärmegefühl, ein metallischer Geschmack im Mund oder ein leichtes Kribbeln auftreten. Diese Empfindungen sind normal und klingen innerhalb von Sekunden bis Minuten wieder ab.
Mögliche Unverträglichkeitsreaktionen
In seltenen Fällen treten allergieähnliche Reaktionen auf: Hautröte, Quaddeln, Juckreiz oder Übelkeit. Schwere Reaktionen mit Kreislaufbeteiligung sind sehr selten. Das Personal ist für solche Situationen geschult und entsprechende Medikamente sind in der Praxis immer griffbereit.
Risikofaktoren, die wir vorab besprechen
Bestimmte Voraussetzungen erhöhen das Risiko für eine Reaktion und werden bei jedem Patienten vor der Kontrastmittelgabe abgefragt:
- Bekannte Unverträglichkeit auf Kontrastmittel in der Vergangenheit
- Allergien allgemein, besonders auf Medikamente oder Meeresfrüchte
- Eingeschränkte Nierenfunktion (erhöhtes Risiko bei jodhaltigen und gadoliniumhaltigen Mitteln)
- Schilddrüsenüberfunktion oder -erkrankung (relevant bei jodhaltigen CT-Kontrastmitteln)
- Einnahme von Metformin (bei jodhaltigen CT-Kontrastmitteln relevant)
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- Dialysepflichtigkeit
Was Sie selbst vorbeugend tun können
Gut hydriert in den Termin gehen: Trinken Sie vor der Untersuchung ausreichend Wasser. Das unterstützt die Nieren bei der Ausscheidung des Kontrastmittels.
Vollständige Angaben machen: Teilen Sie uns im Vorfeld alle bekannten Allergien, Vorerkrankungen und Medikamente mit. Je mehr wir wissen, desto besser können wir die Untersuchung auf Sie abstimmen.
Aktuelle Blutwerte mitbringen: Wenn wir Sie bei der Terminvergabe um Laborwerte gebeten haben, bringen Sie diese unbedingt mit. Bei der CT sind das TSH und Kreatinin, beim MRT je nach Fragestellung ebenfalls Kreatinin.
Nach der Untersuchung viel trinken: Das beschleunigt die Ausscheidung des Kontrastmittels über die Nieren und ist die einfachste Maßnahme, die Sie selbst beitragen können.
Auffälligkeiten sofort melden: Wenn Sie während oder kurz nach der Untersuchung Juckreiz, Atemnot, Schwindel oder Hautveränderungen bemerken, sprechen Sie das Personal sofort an
Häufige Fragen zur Kontrastmittelgabe (FAQ)
Wann wird ein Kontrastmittel eingesetzt?
Ist das MRT-Kontrastmittel radioaktiv?
Muss ich nüchtern sein, wenn ich Kontrastmittel bekomme?
Kann ich nach der Untersuchung noch Auto fahren?
Was passiert, wenn ich Metformin einnehme?
Darf ich in der Schwangerschaft Kontrastmittel bekommen?
Kann ich nach der Untersuchung weiterstillen?
Darf ich mein kleines Kind direkt nach der Untersuchung wieder auf den Schoß nehmen?
Muss ich nach der Untersuchung Abstand zu anderen Personen halten?
Ich bin dialysepflichtig, kann ich trotzdem Kontrastmittel bekommen?
Haben Sie Fragen zur Kontrastmittelgabe?
Wir sind gerne für Sie da – telefonisch oder über unser Online-Terminportal. Unsere Teams in Landshut, Dingolfing und Vilsbiburg helfen Ihnen weiter.