MR-Angiographie Kopf & Hals
Hirn- und Halsgefäße strahlenfrei untersuchen
Die MR-Angiographie von Kopf und Hals ist eine spezielle MRT-Untersuchung, mit der sich die Blutgefäße des Gehirns und der Halsregion hochauflösend darstellen lassen – ganz ohne Röntgenstrahlung. Sie hilft dabei, Gefäßverengungen, Aneurysmen oder andere Veränderungen frühzeitig zu erkennen und spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose und Vorsorge von Schlaganfällen.
In der Radiologie Mühleninsel untersuchen wir mit moderner MR-Angiographie die Hirnarterien, Halsschlagadern und weitere hirnversorgende Gefäße präzise, schonend und ambulant. Je nach Fragestellung kann die Untersuchung mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt werden.
Die Radiologie Mühleninsel bietet die MR-Angiographie von Kopf und Hals an den Standorten Landshut, Dingolfing und Vilsbiburg an.

Was ist eine MR-Angiographie der Kopf- und Halsgefäße?
Kurz erklärt: Eine MR-Angiographie ist eine spezielle Form der Magnetresonanztomographie (MRT), mit der Blutgefäße ohne Röntgenstrahlung sichtbar gemacht werden. Sie dient vor allem dazu, Gefäßverengungen, Aneurysmen und andere Gefäßerkrankungen frühzeitig zu erkennen.
Im Gegensatz zu einer klassischen MRT, bei der vor allem Organe, Muskeln oder Hirngewebe untersucht werden, konzentriert sich die MR-Angiographie gezielt auf die Darstellung der Arterien und Venen.
Im Bereich von Kopf und Hals können unter anderem folgende Gefäße untersucht werden:
- die Hirnarterien, welche das Gehirn mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen
- die Halsschlagadern (Karotiden), die den größten Teil der Blutversorgung des Gehirns übernehmen
- die Wirbelarterien, welche insbesondere den hinteren Hirnbereich versorgen
- die Hirnvenen und venösen Blutleiter, über die das Blut aus dem Gehirn wieder abfließt
Die Untersuchung ermöglicht es, selbst feine Veränderungen der Gefäße sichtbar zu machen. Dazu gehören unter anderem:
- Gefäßverengungen (Stenosen)
- Gefäßverschlüsse
- Aussackungen der Gefäßwand (Aneurysmen)
- Gefäßmissbildungen
- Entzündliche oder andere krankhafte Veränderungen der Gefäße
Je nach Fragestellung erfolgt die Untersuchung mit oder ohne Kontrastmittel. Für viele Fragestellungen der Hirngefäße kann die sogenannte TOF-Angiographie (Time-of-Flight) eingesetzt werden. Diese spezielle Technik ermöglicht eine aussagekräftige Gefäßdarstellung häufig ganz ohne Kontrastmittel. Ob dies in Ihrem Fall möglich ist, besprechen wir selbstverständlich vor der Untersuchung.
Unterschied zwischen MRT und MR-Angiographie
Viele Patienten fragen sich, worin der Unterschied zwischen einer normalen MRT und einer MR-Angiographie besteht.
Kurz gesagt: Beide Untersuchungen nutzen dieselbe MRT-Technologie. Während die klassische MRT vor allem Organe und Gewebe darstellt, zeigt die MR-Angiographie gezielt die Blutgefäße.
| MRT | MR-Angiographie |
| Darstellung von Gehirn, Organen und Gewebe | Darstellung von Arterien und Venen |
| Nachweis von Entzündungen, Tumoren oder Gewebeschäden | Nachweis von Gefäßverengungen, Gefäßverschlüssen und Aneurysmen |
| Untersuchung des Hirngewebes | Untersuchung der Blutgefäße |
| Häufig ohne Kontrastmittel | Je nach Fragestellung mit oder ohne Kontrastmittel |
In vielen Fällen ergänzen sich beide Verfahren ideal. So können beispielsweise ein MRT des Schädels und eine MR-Angiographie der Hirngefäße in derselben Untersuchung durchgeführt werden. Dadurch erhält Ihr behandelnder Arzt sowohl Informationen über das Hirngewebe als auch über die versorgenden Blutgefäße.
Mehr Informationen zur Magnetresonanztomographie finden Sie auf unserer Seite MRT (Link: MRT).
Wann ist eine MR-Angiographie von Kopf und Hals sinnvoll?
Die MR-Angiographie kommt zum Einsatz, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung oder Veränderung der Blutgefäße im Kopf oder Hals besteht. Sie ermöglicht eine präzise Darstellung der hirnversorgenden Gefäße und unterstützt den behandelnden Arzt dabei, Gefäßerkrankungen frühzeitig zu erkennen oder ihren Verlauf zu kontrollieren.
Zu den häufigsten Einsatzgebieten gehören:
- Schlaganfall-Diagnostik und Schlaganfall-Vorsorge
- Abklärung nach einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA), einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns
- Verdacht auf ein Aneurysma der Hirngefäße
- Verengungen der Halsschlagadern (Karotisstenose)
- Gefäßmissbildungen, beispielsweise arteriovenöse Malformationen (AVM)
- Kontrolle nach einer Behandlung mit Stent oder Coiling
- Abklärung von Schwindel, Sehstörungen oder pulsierendem Tinnitus
- Untersuchung wiederkehrender Kopfschmerzen oder anderer unklarer neurologischer Beschwerden
Die MR-Angiographie liefert dabei wichtige Informationen über den Zustand der Blutgefäße und ergänzt andere bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder die klassische MRT sinnvoll.
Bei welchen Beschwerden kann eine MR-Angiographie sinnvoll sein?
Nicht jede Gefäßerkrankung verursacht sofort Beschwerden. Manche Veränderungen entwickeln sich über Jahre unbemerkt. Treten jedoch neurologische Symptome auf, kann eine Untersuchung der Hirn- und Halsgefäße wichtige Hinweise liefern.
Eine MR-Angiographie kann unter anderem sinnvoll sein bei:
- plötzlich auftretender Schwäche oder Taubheitsgefühl einer Körperseite
- Sprachstörungen oder Schwierigkeiten beim Verstehen
- Sehstörungen oder vorübergehenden Sehausfällen
- starkem Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
- pulsierendem Tinnitus
- plötzlich einsetzenden, ungewöhnlich starken Kopfschmerzen
- wiederkehrenden neurologischen Beschwerden ohne eindeutige Ursache
Wichtig: Treten Symptome wie eine plötzliche halbseitige Lähmung, Sprachstörungen oder Sehverlust akut auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Wählen Sie in diesem Fall sofort den Notruf 112. Eine MR-Angiographie dient der Diagnostik, ersetzt jedoch keine Akutversorgung bei einem Schlaganfall.
Unsere MR-Angiographie von Kopf und Hals im Detail
Je nach Fragestellung untersuchen wir ausschließlich die Hirngefäße, die Halsgefäße oder beide Bereiche in einer gemeinsamen Untersuchung.
Moderne MRT-Technik ermöglicht dabei eine hochauflösende Darstellung selbst kleinster Gefäßstrukturen.
MR-Angiographie der Hirngefäße
Die MR-Angiographie des Kopfes zeigt die Arterien und Venen des Gehirns detailliert und dreidimensional. Dadurch lassen sich bereits kleine Veränderungen erkennen, die mit anderen Untersuchungsverfahren häufig nur eingeschränkt sichtbar sind.
Die Untersuchung wird unter anderem eingesetzt bei:
- Verdacht auf einen Schlaganfall oder nach einer TIA
- Verdacht auf ein Hirnaneurysma
- Gefäßmissbildungen des Gehirns
- Sinusvenenthrombosen
- Verlaufskontrollen nach neurovaskulären Eingriffen
Ein besonderer Vorteil ist die sogenannte TOF-Technik (Time-of-Flight). Mit ihr können viele Hirnarterien ohne Kontrastmittel dargestellt werden. Dadurch eignet sich die Untersuchung auch für zahlreiche Patienten, bei denen möglichst auf Kontrastmittel verzichtet werden soll.
MR-Angiographie der Halsgefäße
Die Halsgefäße versorgen das Gehirn kontinuierlich mit sauerstoffreichem Blut. Veränderungen der Halsschlagadern gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall.
Mit der MR-Angiographie können wir unter anderem erkennen:
- Verengungen der Halsschlagadern (Karotisstenosen)
- Ablagerungen in den Gefäßwänden (Plaques)
- Einrisse der Gefäßwand (Dissektionen)
- Gefäßverschlüsse
- andere krankhafte Veränderungen der hirnversorgenden Arterien
Die Untersuchung ergänzt häufig den Ultraschall der Halsgefäße. Während der Ultraschall einen ersten Überblick liefert, ermöglicht die MR-Angiographie eine vollständige und überlagerungsfreie Darstellung der gesamten Gefäßstrecke vom Hals bis in das Gehirn.
Dadurch können auch tiefer gelegene Gefäßabschnitte zuverlässig beurteilt werden.
Ablauf einer MR-Angiographie von Kopf und Hals
Eine MR-Angiographie von Kopf und Hals ist eine schonende und schmerzfreie Untersuchung.
Sie erfolgt ambulant und dauert in der Regel nur wenige Minuten länger als eine klassische MRT.

Vorbereitung:
Vor der Untersuchung besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die medizinische Fragestellung und klären, ob für Ihre Untersuchung ein Kontrastmittel erforderlich ist. Außerdem fragen wir nach möglichen Implantaten, früheren Operationen oder anderen Besonderheiten, die für eine MRT relevant sein könnten.
Falls Kontrastmittel benötigt wird, legen wir vor Beginn der Untersuchung eine kleine Venenverweilkanüle am Arm.

Lagerung:
Sie liegen bequem auf dem Rücken auf der Untersuchungsliege. Für die Aufnahmen wird eine spezielle Kopfspule locker um Ihren Kopf positioniert. Sie dient ausschließlich der Signalaufnahme und verbessert die Bildqualität.

Untersuchung:
Während der Untersuchung ist es wichtig, möglichst ruhig liegen zu bleiben. Bereits kleine Bewegungen können die Darstellung der feinen Hirn- und Halsgefäße beeinträchtigen.
Wie bei jeder MRT entstehen während der Bildaufnahme die typischen rhythmischen Klopfgeräusche des Geräts. Damit die Untersuchung für Sie möglichst angenehm verläuft, erhalten Sie von uns Kopfhörer oder Ohrstöpsel.
Über eine Gegensprechanlage bleiben Sie jederzeit mit unserem Team in Kontakt. Sollten Sie sich unwohl fühlen oder Fragen haben, können Sie sich jederzeit bemerkbar machen.

Dauer:
Die eigentliche Untersuchungszeit beträgt je nach Fragestellung meist 20 bis 30 Minuten. Einschließlich Vorbereitung und Aufklärung sollten Sie insgesamt etwa 45 bis 60 Minuten einplanen.
Nach Abschluss der Untersuchung können Sie Ihren gewohnten Alltag in der Regel sofort wieder aufnehmen.
Wurde kein Beruhigungsmittel verabreicht, sind Sie unmittelbar wieder arbeitsfähig und verkehrstüchtig.

Befund:
Die Bilder werden anschließend sorgfältig von unseren erfahrenen Radiologen ausgewertet. Der schriftliche Befund wird Ihrem überweisenden Arzt zeitnah zur Verfügung gestellt und bildet die Grundlage für das weitere medizinische Vorgehen.
Informationen zum Erhalt Ihrer Bilder finden Sie hier:
Befunde und Aufnahmen.
Vorteile der MR-Angiographie von Kopf und Hals
Die MR-Angiographie gehört heute zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren zur Untersuchung der Hirn- und Halsgefäße. Sie verbindet eine hohe diagnostische Aussagekraft mit einer schonenden Untersuchungsmethode.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Keine Röntgenstrahlung und damit auch für Verlaufskontrollen gut geeignet
- Häufig ohne Kontrastmittel möglich, insbesondere bei der Untersuchung der Hirngefäße mittels TOF-Technik
- Keine Katheteruntersuchung notwendig, da die Gefäße nicht invasiv dargestellt werden
- Hochauflösende Bilder selbst kleinster Hirn- und Halsgefäße
- Auch bei einer Jodallergie geeignet, da in der MR-Angiographie keine jodhaltigen Kontrastmittel verwendet werden
- Schmerzfreie ambulante Untersuchung
- Nach der Untersuchung in der Regel sofort wieder belastbar
Diese Kombination aus Präzision, Sicherheit und Patientenkomfort macht die MR-Angiographie zu einer wichtigen Untersuchungsmethode bei vielen Gefäßerkrankungen.
Warum Radiologie Mühleninsel?
Eine hochwertige MR-Angiographie erfordert nicht nur moderne Technik, sondern auch Erfahrung in der Durchführung und Befundung. Beides finden Sie in der Radiologie Mühleninsel.
Bei uns profitieren Sie von:
- modernen 1,5-Tesla- und 3-Tesla-MRT-Systemen für hochauflösende Gefäßdarstellungen
- erfahrenen Fachärzten für Radiologie mit besonderer Expertise in der Diagnostik von Gefäßerkrankungen
- präziser Befundung auf Grundlage modernster Bildgebung
- kurzen Wartezeiten und flexibler Terminvergabe an unseren Standorten in Landshut, Dingolfing und Vilsbiburg
- enger Zusammenarbeit mit Hausärzten, Neurologen und weiteren Fachärzten für eine optimale Weiterbehandlung
- einem eingespielten Praxisteam, das Sie vor, während und nach der Untersuchung persönlich begleitet
Unser Ziel ist eine zuverlässige Diagnostik auf höchstem medizinischem Niveau – kombiniert mit einer angenehmen und gut verständlichen Betreuung.
Häufig gestellte Fragen zur MR-Angiographie von Kopf und Hals
Wie lange dauert eine MR-Angiographie von Kopf und Hals?
Benötige ich für die Untersuchung ein Kontrastmittel?
Kann man eine Gefäßverengung mit der MR-Angiographie erkennen?
Kann man einen Schlaganfall mit der MR-Angiographie feststellen?
Kann ich trotz Platzangst untersucht werden?
Was ist der Unterschied zur Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Termin für Ihre MR-Angiographie von Kopf und Hals vereinbaren
Sie möchten Ihre Hirn- oder Halsgefäße untersuchen lassen oder haben eine Überweisung zur MR-Angiographie erhalten?
In der Radiologie Mühleninsel erwartet Sie moderne Diagnostik, langjährige Erfahrung und eine persönliche Betreuung während der gesamten Untersuchung. Unser erfahrenes Team nimmt sich Zeit für Ihre Fragen und sorgt dafür, dass Sie sich von der Terminvereinbarung bis zur Befundbesprechung gut aufgehoben fühlen.
Sie erreichen uns telefonisch oder können Ihren Termin bequem online vereinbaren.
Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin nach Möglichkeit folgende Unterlagen mit:
- Ihre Überweisung
- Ihre Versichertenkarte
- vorhandene Vorbefunde oder frühere Bildaufnahmen
- eine aktuelle Medikamentenliste, falls vorhanden
Sollten Sie Implantate, einen Herzschrittmacher oder andere medizinische Implantate besitzen, informieren Sie uns bitte bereits bei der Terminvereinbarung. So können wir im Vorfeld prüfen, ob die Untersuchung ohne Einschränkungen durchgeführt werden kann.
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