MR-Angiographie von Aorta, Becken-Bein und Arme
Gefäße strahlenfrei untersuchen
Die MR-Angiographie ist eine spezielle MRT-Untersuchung, mit der sich die großen und peripheren Blutgefäße des Körpers hochauflösend darstellen lassen – ganz ohne Röntgenstrahlung. Sie hilft dabei, Gefäßverengungen, Aneurysmen und andere Durchblutungsstörungen frühzeitig zu erkennen und spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnostik und Verlaufskontrolle von Gefäßerkrankungen.
Untersucht werden können die Hauptschlagader (Aorta) sowie die Arterien des Beckens, der Beine und der Arme. Dank moderner MRT-Technologie lassen sich auch lange Gefäßstrecken präzise in einer einzigen Untersuchung beurteilen.
Die Radiologie Mühleninsel bietet die MR-Angiographie an den Standorten Landshut, Dingolfing und Vilsbiburg an.

Was ist eine MR-Angiographie der großen und peripheren Gefäße?
Kurz erklärt: Die MR-Angiographie ist eine spezielle Form der Magnetresonanztomographie (MRT), mit der Blutgefäße ohne Röntgenstrahlung sichtbar gemacht werden. Sie dient dazu, Durchblutungsstörungen, Gefäßverengungen und krankhafte Veränderungen der Arterien frühzeitig zu erkennen.
Die Hauptschlagader (Aorta) ist das größte Blutgefäß des menschlichen Körpers. Von ihr verzweigen sich die Arterien, die Organe, Arme und Beine mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Veränderungen dieser Gefäße können die Durchblutung beeinträchtigen und unbehandelt schwerwiegende Folgen haben.
Mit einer MR-Angiographie lassen sich unter anderem folgende Gefäßabschnitte untersuchen:
- die Brust- und Bauchaorta
- die Beckenarterien
- die Beinarterien von der Leiste bis zu den Unterschenkeln und Füßen
- die Arm- und Schulterarterien
Ein besonderer Vorteil der Untersuchung ist die Darstellung langer Gefäßstrecken. Dabei bewegt sich der Untersuchungstisch während der Aufnahme automatisch durch das MRT-Gerät, sodass mehrere Körperabschnitte nacheinander erfasst und zu einem vollständigen Gefäßbild zusammengefügt werden.
Für diese Untersuchungen wird in den meisten Fällen ein MRT-Kontrastmittel über eine Armvene verabreicht. Der Zeitpunkt der Injektion wird exakt auf die Bildaufnahme abgestimmt, damit die Gefäße optimal dargestellt werden können.
MR-Angiographie oder CT-Angiographie?
Viele Patienten fragen sich, wann eine MR-Angiographie und wann eine CT-Angiographie sinnvoll ist.
Kurz gesagt: Beide Verfahren liefern detaillierte Bilder der Blutgefäße. Während die CT-Angiographie mit Röntgenstrahlung arbeitet, erfolgt die MR-Angiographie strahlenfrei mithilfe eines Magnetfeldes.
| MR-Angiographie | CT-Angiographie |
| Keine Röntgenstrahlung | Untersuchung mit Röntgenstrahlung |
| MRT-Kontrastmittel auf Gadolinium-Basis | Jodhaltiges Kontrastmittel |
| Besonders geeignet für Verlaufskontrollen | Sehr schnelle Untersuchung |
| Häufig gute Alternative bei Jodallergie | Bei Jodallergie häufig nur eingeschränkt möglich |
| Gute Wahl für wiederholte Untersuchungen | Häufig im akuten Notfall eingesetzt |
Welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Fragestellung ab.
Bei akuten Gefäßnotfällen wird häufig eine CT-Angiographie durchgeführt, da sie besonders schnell verfügbar ist. Für Verlaufskontrollen, die Diagnostik chronischer Gefäßerkrankungen oder bei Patienten, bei denen eine Strahlenbelastung möglichst vermieden werden soll, bietet die MR-Angiographie häufig entscheidende Vorteile.
Gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt wählen wir die Untersuchungsmethode, die für Ihre Situation den größten diagnostischen Nutzen bietet.
Wann ist eine MR-Angiographie von Aorta, Beinen und Armen sinnvoll?
Eine MR-Angiographie wird eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung der großen oder peripheren Blutgefäße besteht oder bereits bekannte Gefäßveränderungen regelmäßig kontrolliert werden sollen.
Die Untersuchung hilft dabei, Engstellen, Gefäßverschlüsse oder krankhafte Erweiterungen der Arterien frühzeitig zu erkennen und bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Behandlungsplanung.
Typische Einsatzgebiete sind:
- Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK) mit Schmerzen in den Beinen beim Gehen
- Verdacht auf ein Aortenaneurysma (krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader)
- Verdacht auf eine Aortendissektion (Einriss der Gefäßwand)
- Durchblutungsstörungen der Arme, beispielsweise beim Thoracic-Outlet-Syndrom
- Vorbereitung einer Dialyse-Shunt-Anlage
- Verlaufskontrollen nach Stentimplantation, Bypassoperation oder Eingriffen an der Aorta
- Abklärung einer möglichen Verengung der Nierenarterien bei Bluthochdruck unklarer Ursache
Diese Beschwerden können auf eine Gefäßerkrankung hinweisen
Je nach betroffener Körperregion äußern sich Durchblutungsstörungen unterschiedlich. Häufige Anzeichen sind:
- Wadenschmerzen beim Gehen, die in Ruhe wieder nachlassen
- kalte oder blasse Füße beziehungsweise Hände
- schlecht heilende Wunden an Füßen oder Unterschenkeln
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen
- Kraftverlust oder schnelle Ermüdung beim Gehen
- pulsierende oder ungewohnte Schmerzen im Bauch- oder Brustbereich
Treten plötzlich starke Schmerzen, Lähmungserscheinungen oder Durchblutungsstörungen auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. In diesem Fall sollte umgehend der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.
Unsere MR-Angiographie im Detail
Je nach Fragestellung untersuchen wir gezielt einzelne Gefäßabschnitte oder mehrere Regionen in einer Untersuchung. Moderne MRT-Technik ermöglicht eine hochauflösende Darstellung der Blutgefäße von der Hauptschlagader bis zu den Arterien der Arme und Beine.
MR-Angiographie der Aorta
Die Aorta ist die größte Arterie des Körpers. Sie transportiert das Blut vom Herzen in alle Organe und Gliedmaßen. Veränderungen der Hauptschlagader bleiben häufig lange unbemerkt und werden oftmals erst im Rahmen einer gezielten Bildgebung entdeckt.
Mit der MR-Angiographie können sowohl die Brust- als auch die Bauchaorta detailliert beurteilt werden. Die Untersuchung eignet sich insbesondere bei Verdacht auf ein Aortenaneurysma oder eine Aortendissektion sowie zur Kontrolle nach Operationen oder der Implantation einer Stentprothese.
Auch bei Verdacht auf eine Verengung der Nierenarterien als mögliche Ursache eines schwer einstellbaren Bluthochdrucks liefert die MR-Angiographie wichtige diagnostische Informationen.
MR-Angiographie der Becken- und Beinarterien
Die Untersuchung der Becken- und Beinarterien gehört zu den häufigsten Anwendungsgebieten der MR-Angiographie.
Dabei werden die Arterien vom Becken über die Oberschenkel und Knie bis zu den Unterschenkeln und Füßen in mehreren aufeinanderfolgenden Messabschnitten dargestellt. So lassen sich auch lange Gefäßstrecken vollständig beurteilen.
Ein häufiger Anlass für die Untersuchung ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), auch als Schaufensterkrankheit bekannt. Typisch sind Schmerzen in den Waden oder Oberschenkeln, die beim Gehen auftreten und in Ruhe wieder nachlassen.
Die MR-Angiographie zeigt präzise, an welchen Stellen die Blutgefäße verengt oder verschlossen sind. Dadurch unterstützt sie die Planung einer individuell passenden Behandlung, beispielsweise einer Ballondilatation, einer Stentimplantation oder einer Bypassoperation.
Auch bei schlecht heilenden Wunden an den Füßen oder Unterschenkeln sowie bei Verdacht auf eine verminderte Durchblutung liefert die Untersuchung wichtige Informationen für die weitere Therapie.
MR-Angiographie der Armarterien
Durchblutungsstörungen der Arme treten seltener auf als Erkrankungen der Beinarterien, können jedoch ebenfalls Beschwerden verursachen und sollten sorgfältig abgeklärt werden.
Mit der MR-Angiographie lassen sich die Schulter-, Oberarm-, Unterarm- und Handarterien detailliert darstellen. Dadurch können Gefäßverengungen, Gefäßverschlüsse oder andere Veränderungen zuverlässig erkannt werden.
Die Untersuchung wird unter anderem bei Verdacht auf ein Thoracic-Outlet-Syndrom, bei unklaren Durchblutungsstörungen der Arme oder zur Planung einer Dialyse-Shunt-Anlage eingesetzt.
Auch nach gefäßchirurgischen Eingriffen kann die MR-Angiographie genutzt werden, um den Behandlungserfolg zu kontrollieren und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Ablauf einer MR-Angiographie von Aorta, Becken-Bein und Armen

Vorbereitung:
Vor Beginn der Untersuchung bespricht unser Team mit Ihnen den Ablauf und klärt offene Fragen. Anschließend legen wir bei Bedarf eine kleine Venenverweilkanüle am Arm, über die während der Untersuchung das MRT-Kontrastmittel verabreicht wird.

Lagerung:
Für die Untersuchung liegen Sie entspannt auf dem Rücken auf dem Untersuchungstisch. Je nach Körperregion werden spezielle MRT-Spulen verwendet, die eine besonders detaillierte Darstellung der Blutgefäße ermöglichen.

Untersuchung:
Bei Untersuchungen der Becken- und Beinarterien bewegt sich der Untersuchungstisch während der Aufnahme automatisch durch das MRT-Gerät. Dadurch können lange Gefäßstrecken in mehreren Messabschnitten vollständig erfasst werden, ohne dass Sie Ihre Position verändern müssen.
Das Kontrastmittel wird genau auf den Zeitpunkt der Bildaufnahme abgestimmt verabreicht. So lassen sich die Arterien optimal darstellen und selbst kleinere Gefäßveränderungen zuverlässig erkennen.
Während der Untersuchung entstehen die für ein MRT typischen Klopfgeräusche. Zum Schutz Ihres Gehörs erhalten Sie selbstverständlich Kopfhörer oder Ohrstöpsel. Über eine Gegensprechanlage bleiben Sie während der gesamten Untersuchung mit unserem Team verbunden.

Dauer:
Je nach Fragestellung dauert die Untersuchung etwa 30 bis 45 Minuten. Die Darstellung der Becken- und Beinarterien nimmt aufgrund der langen Gefäßstrecke meist etwas mehr Zeit in Anspruch.
Nach Abschluss der Untersuchung können Sie die Praxis in der Regel direkt wieder verlassen und Ihren gewohnten Alltag fortsetzen.

Befund:
Informationen zum Erhalt Ihrer Bilder finden Sie hier:
Befunde und Aufnahmen.
Vorteile der MR-Angiographie bei Gefäßerkrankungen
Die MR-Angiographie bietet zahlreiche Vorteile gegenüber anderen bildgebenden Verfahren und eignet sich besonders für die Diagnose sowie die regelmäßige Verlaufskontrolle von Gefäßerkrankungen.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- strahlenfreie Untersuchung ohne Röntgenstrahlung
- besonders gut geeignet für regelmäßige Kontrollen bei PAVK oder Aortenaneurysmen
- kein jodhaltiges Kontrastmittel erforderlich
- keine Katheteruntersuchung notwendig
- hochauflösende Darstellung langer Gefäßabschnitte in einer Untersuchung
- zuverlässige Kontrolle nach Stentimplantationen, Bypassoperationen oder Eingriffen an der Aorta
- ambulante, schmerzfreie Untersuchung ohne längere Ausfallzeit
Warum Radiologie Mühleninsel?
Eine präzise Gefäßdiagnostik setzt moderne Technik ebenso voraus wie langjährige Erfahrung in der Befundung komplexer Gefäßerkrankungen. In der Radiologie Mühleninsel verbinden wir beides.
Unsere Patienten profitieren von:
- modernen 1,5- und 3-Tesla-MRT-Geräten für hochauflösende Gefäßdarstellungen
- erfahrenen Fachärzten für Radiologie mit umfassender Expertise in der Gefäßdiagnostik
- sorgfältiger und zeitnaher Befundung
- kurzen Wartezeiten und einer flexiblen Terminvergabe
- enger Zusammenarbeit mit Hausärzten, Angiologen und Gefäßchirurgen
- persönlicher Betreuung vor, während und nach der Untersuchung
Unser Ziel ist es, Ihnen nicht nur eine präzise Diagnostik zu ermöglichen, sondern Ihnen den gesamten Untersuchungsablauf so angenehm und verständlich wie möglich zu gestalten. Deshalb nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und begleiten Sie vom ersten Gespräch bis zur Befundübermittlung an Ihren behandelnden Arzt.
Häufig gestellte Fragen zur MR-Angiographie von Aorta, Becken-Bein und Armen
Ist eine MR-Angiographie schmerzhaft?
Wie lange dauert eine MR-Angiographie der Bein- oder Aortengefäße?
Wie lange bin ich nach der Untersuchung krankgeschrieben?
Was ist der Unterschied zur CT- oder Katheter-Angiographie?
Benötige ich Kontrastmittel und ist die Untersuchung auch bei Nierenschwäche möglich?
Ist die Untersuchung bei einer Schaufensterkrankheit (PAVK) sinnvoll?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Termin für Ihre MR-Angiographie vereinbaren
Sie möchten die Blutgefäße Ihrer Aorta, Arme oder Beine untersuchen lassen oder haben bereits eine ärztliche Überweisung erhalten?
In der Radiologie Mühleninsel erwartet Sie moderne MRT-Technik, langjährige Erfahrung in der Gefäßdiagnostik und eine persönliche Betreuung während der gesamten Untersuchung. Unser erfahrenes Team begleitet Sie von der Terminvereinbarung bis zur Befundübermittlung und nimmt sich Zeit für Ihre Fragen.
Sie können Ihren Termin bequem online oder telefonisch vereinbaren.
Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin nach Möglichkeit folgende Unterlagen mit:
- Ihre Überweisung
- Ihre Versichertenkarte
- vorhandene Vorbefunde oder frühere Bildaufnahmen
- eine aktuelle Medikamentenliste, falls vorhanden
Bitte informieren Sie uns bereits bei der Terminvereinbarung, wenn Sie einen Herzschrittmacher, Gefäßclips, Implantate oder andere medizinische Implantate tragen. So können wir im Vorfeld prüfen, ob die Untersuchung ohne Einschränkungen durchgeführt werden kann.
Jetzt Termin online vereinbaren
Weitere Informationen
Sie interessieren sich für die Untersuchung der Hirn- oder Halsgefäße?
Dann finden Sie weitere Informationen auf unserer Seite MR-Angiographie von Kopf und Hals.